Inspirierende Führung

Modul 5

„Inspirierende Führung bedeutet im Wesentlichen, diejenigen für sich zu gewinnen, die einem für eine gerechte Sache folgen wollen, und ihnen gleichzeitig die Motivation zu geben, die sie auf dem Weg zur Erreichung gemeinsamer Ziele antreibt.“

Verhalten 5

Etwa einmal im Jahrhundert können durch Umstände, Status oder Umfeld wahrhaft große Persönlichkeiten hervortreten. Diese Menschen sind die absolute Ausnahme und treten meist in Krisenzeiten in Erscheinung, wenn die Menschen um sie herum aktiv nach Führung suchen. Wenn wir genauer hinschauen und uns fragen: „Warum inspiriert mich diese Führungskraft?“, liegt die Antwort meist darin, dass sie ein besseres Selbstbild verkörpert. Jemand, dem wir nacheifern möchten. Sie haben sich selbst hervorragend im Griff, verstehen die Notwendigkeit, anderen zu dienen und sie zu stärken, und bewahren in Krisen einen kühlen Kopf, indem sie sich angemessen um Team, Aufgabe und Einzelne kümmern.

Sie treten typischerweise in schwierigen Zeiten in Erscheinung und werden dafür gelobt, ein Unternehmen wieder auf Kurs zu bringen oder ihr Land gegen eine feindliche Invasion zu verteidigen. Der Unterschied zwischen diesen wirklich inspirierenden Führungskräften und den anderen liegt darin, dass diese Menschen nicht als Einzelpersonen erfolgreich waren/sind, sondern darin, die Menschen, die sich ihnen anvertraut haben, zu motivieren und zu ermutigen und ihnen das „Warum“ zu vermitteln.

Als inspirierende Führungskraft entfachen Sie Großartiges in anderen. Du bist kein Zauberer. Du hast keine besonderen Kräfte. Du erschaffst nichts aus dem Nichts. Sei bescheiden und akzeptiere, dass du als inspirierende Führungskraft lediglich ein besseres „Wir“ vorlebst und den Weg zu einer gerechten und wichtigen Sache aufzeigst.

Die traditionelle Definition von inspirierender Führung lautet: „Andere dazu bringen, Dinge zu tun, die sie normalerweise nicht tun würden.“ Aus mancher Perspektive mag dies beim Beobachten inspirierender Führung so erscheinen. Tatsächlich geht es aber vielmehr darum, das „Warum“ wirkungsvoll zu kommunizieren. Wie John Buchan sagte:

„Die Aufgabe von Führung ist es nicht, der Menschheit Größe einzuhauchen, sondern sie in ihr zu wecken, denn die Größe ist bereits da.“